Markthalle beruflicher Einstiegschancen öffnet zum zehnten Mal


 

(pen) „Der Bus ist weg“ - was im Alltag an der Haltestelle selten Freudensprünge auslöst, signalisiert im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr in Ennepetal inzwischen zum zehnten Mal: Am Wuppermannshof wird Platz für die Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr gemacht. Kaum hat das letzte Fahrzeug die 4.000 Quadratmeter große Halle verlassen, stehen schon die Unternehmen vor den Toren. Mit ihren Ständen schaffen sie eine Markthalle der beruflichen Einstiegschancen. 2018 sind 140 Unternehmen und fünf Hochschulen dabei, sie präsentieren gut 200 Ausbildungsangebote.

„Als sich die Hallentore 2009 erstmals öffneten, war in keinster Weise absehbar, wie erfolgreich und dauerhaft dieses Angebot sein würde. Heute dürfen wir zufrieden feststellen: Schön zu sehen, wie gut das Konzept nach wie vor funktioniert. Schön zu sehen, wie Schüler und Unternehmen ins Gespräch kommen. Schön zu sehen, wie Nachbarstädte unsere Idee inzwischen kopieren“, zieht Landrat Olaf Schade eine mehr als positive Bilanz zum Zehnjährigen der größten nicht kommerziellen Ausbildungsmesse Deutschlands made an Ennepe und Ruhr. Bemerkenswert: 34 Aussteller waren ununterbrochen präsent.

Wer immer das Busdepot am Freitag, 28. September besuchen wird, wird bereits vor dem Hallentoren erkennen: Was die Unternehmen auspacken und aufbauen, geht weit über die Auslage von Informationsbroschüren hinaus. Wer durch die Gänge wandelt, sieht, wie geairbrusht, gemauert und geschraubt, gefeilt, gelötet und gefliest wird. „Die Schülerinnen und Schüler können viel ausprobieren. Praktischer ist Werben in eigener Sache kaum möglich“, so Messeorganisatorin Dr. Gisela Tervooren von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr. Zusätzlicher Pluspunkt der Stände mit Action: Sie sind häufig ein Türöffner, um mit den möglichen Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen.

Auf diesen Effekt setzt auch die AVU. Der Gevelsberger Energieversorger ist Messeförderer der ersten Stunde. In diesem Jahr machen die Standbesucher eine spielerische Reise zu den Ausbildungsberufen und dabei gibt es neue Angebote: Erstmals sucht die AVU Auszubildende für den Bereich „Kaufmann für Dialogmarketing“ sowie einen Bewerber für ein duales Studium „Bachelor of Arts Marketing & Digitale Medien“ kombiniert mit der zweijährigen Ausbildung als Industriekaufmann.

AVU Vorstand Uwe Träris sieht gute Gründe, Aussteller und vor allem auch Unterstützer der Messe zu sein: „Die Messe ist ein Pflichttermin für alle Ausbildungsbetriebe in der Region. Wir denken, dass wir bei Auflage Nummer zehn für unsere neuen Angebote viel Aufmerksamkeit bekommen.“

Wenn die Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr ihren Messestand aufbaut, liegt hinter den Verantwortlichen bereits eine logistische Meisterleistung. Die Aufgabe ist gewaltig: 25 Messebusse bringen im richtigen Takt 4.000 Schüler aus 28 Haupt-, Gesamt-, Real-, und Sekundarschulen, aus Förderschulen, Gymnasien und Berufskollegs und Internationalen Förderklassen im gesamten Kreis nach Ennepetal und wieder zurück.

„Bemerkenswert, was wir als VER leisten. Aber ebenso beeindruckend, ja einmalig, was alle an der Messe Beteiligten für die jungen Leute und ihre Berufswahl auf die Beine stellen“, so VER Geschäftsführer Peter Bökenkötter bei seiner Messepremiere.

Die Bedeutung der Messe unterstreicht Maren Lewerenz, Chefin der Agentur für Arbeit Hagen. „Die berufliche Ausbildung ist nach wie vor einer der zentralen Schlüssel zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Dabei ist die gute Begleitung des Übergangs von Schule in den Beruf besonders wichtig. Ausbildungsmessen wie im Ennepe-Ruhr-Kreis bieten eine gute Gelegenheit, die komplette Bandbreite der dualen Ausbildung in der Region kennenzulernen. Hier werden Jugendliche auch auf viele interessante Berufe aufmerksam, die sie gar nicht kannten, und es eröffnen sich Chancen für beiden Seiten“. Die Agentur für Arbeit unterstützt die Veranstaltung maßgeblich seit der ersten Stunde.


Stichwort Ausbildungsmesse
Mit „Für die Zukunft ausbilden“ wurden seit 2009 mehr als 55.000 Jugendliche erreicht. Organisiert wird die Messe von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr und der agentur Mark im Auftrag des Kreises. Finanzielle Unterstützer sind die Agentur für Arbeit Hagen und die AVU, Transportpartner ist die VER, Medienpartner die Westfalenpost.

 

BOGESTRA ist nun mit 30 Prozent an der VER beteiligt

Kooperation besiegelt


 

Die harte Arbeit und die vielen Gespräche haben sich ausgezahlt: In der Gesellschafterversammlung   wurde  jetzt bei der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr die Kooperation von BOGESTRA und VER endgültig besiegelt.  
Gisbert Schlotzhauer (Gesellschafter BOGESTRA), Jörg Filter (Gesellschafter BOGESTRA), Uwe Tietz (Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Ennepe-Ruhr-Kreis),
Andreas Grüner (Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Ennepe-Ruhr-Kreis) und Volker Rauleff (Gesellschafter Ennepetal) haben den Gesellschaftsvertrag unterzeichnet.
Demnach ist die BOGESTRA nun mit 30 Prozent  an der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr beteiligt.

Zuvor hatten sich der Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie die Räte der Städte Bochum und Gelsenkirchen  intensiv mit der Kooperation zwischen BOGESTRA und VER beschäftigt.
Die Kommunalpolitiker hatten mit großer Mehrheit der Beteiligung der BOGESTRA an der VER  zugestimmt.
In Zusammenhang mit der Beteiligung der BOGESTRA ist diese zukünftig auch in Gesellschafterversammlung mit einer Stimme  und  im Aufsichtsrat
mit den drei Vorständen, Jörg Filter, Andreas Kerber und Gisbert Schlotzhauer vertreten.

Der Aufsichtsrat wird auch weiterhin aus 15 Mitgliedern bestehen, von denen fünf Mitglieder auf Vorschlag der Arbeitnehmer/innen des Unternehmens gewählt werden.
Von den restlichen zehn Aufsichtsratsmitglieder bestellen sechs Mitglieder der Ennepe-Ruhr-Kreis, drei Mitglieder die BOGESTRA und ein Mitglied die Stadt Ennepetal. Im Gegensatz zu den anderen kreisangehörigen Städten, bleibt Ennepetal weiterhin Gesellschafter und Stimme im Aufsichtsrat. Zur Berücksichtigung der Interessen der Städte, die nicht mehr in den Organen der VER vertreten sind, soll ein Beirat eingerichtet werden.
Die Unterzeichnung und Anpassung des Gesellschaftsvertrags war der letzte Akt zur formellen Umsetzung des neuen Beteiligungsmodells,
welches auf drei aufeinander abgestimmte Vertragswerke fußt.
„Es ist ein wichtiger Beitrag  zur Stärkung der Innovationsfähigkeit und insgesamt zur Zukunftssicherung der VER.
Nun können Synergien bestmöglich genutzt und zukunftsorientierte Projekte wie zum Beispiel die Einrichtung der neuen Leitstelleninfrastruktur,
die u.a. eine Echtzeitinformation für die Fahrgäste  ermöglicht, auf den Weg gebracht werden“, waren sich alle Akteure einig.

Kein Ticketkauf über Verbund-App möglich

Technische Schwierigkeiten im VRR-Ticketshop


Durch eine extrem hohe Nachfrage im Segment Semesterticket ist es  zu erheblichen Fehlern im Verkaufsprozess bei normalen Ticketkäufen über den VRR-Ticketshop gekommen.

In Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen hat der VRR den Fahrkartenverkauf über den TicketShop deaktiviert.
Nach Einschätzung des VRR handelt es sich um eine längerfristige Störung, daher bleibt der VRR-Ticketshop vorerst abgeschaltet.
Damit ist es Kunden nicht möglich, Nahverkehrstickets über den TicketShop zu kaufen und bereits gekaufte Mehrfahrtentickets einzulösen.
Die Auskunft über die Verbund App funktiniert weiterhin.

Der VRR bittet die Kunden, statt der Verbund-App andere Vertriebswege am Automaten, in den KundenCentern oder über die TicketShops von HandyTicketDeutschland,
die Mutti-App der Bogestra, die Rheinbahn App, die Ruhrbahn-App Essen mobil oder den DB Navigator zu nutzen. Dafür ist gegebenenfalls eine separate Registrierung notwendig.

Kunden, die noch ungenutzte Fahrten auf einem Mehrfahrtenticket besitzen, wenden sich bitte an das Verkehrsunternehmen,
bei dem sie registriert sind. Für die Unannehmlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Ticketshop aufgetreten sind, entschuldigt sich der VRR bei seinen Kunden.
Der VRR arbeitet derzeit an einer Lösung und hofft, dass der digitale Ticketkauf über den Ticketshop bald wieder möglich ist.

VER unterschreibt Kooperationsvertrag

Erweiterung der Kooperation östliches Ruhrgebiet


Im April 1999 von den vier Unternehmen BOGESTRA, DSW21, HCR und Vestische gegründet, hat die Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) bis heute aufgrund zahlreicher Erfolge Nahverkehrsgeschichte in Deutschland geschrieben. Nun wurde die KÖR um einen weiteren festen Partner erweitert: die Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr mbH (VER) ist am 27. November 2017 nach mehreren Monaten als ständiger Gast fester Kooperationspartner geworden.

„Wir freuen uns, dass die VER nun  auch offiziell ein Teil dieser starken Gemeinschaft ist“, betonte Jörg Filter, VER-Geschäftsführer, im Rahmen der offiziellen Vertragsunterzeichnung. Was nun am Montag formal besiegelt wurde, hat sich in der Praxis schon bewährt. So wurden bereits gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht, zum Beispiel eine Ausschreibung zur Fahrgastinformation ITCS.

Die Kooperation östliches Ruhrgebiet wurde vor fast zwei Jahrzehnten gegründet, um in den unterschiedlichsten Bereichen Synergien zu erzielen, sei es bei der gemeinsamen Busbeschaffung, Programmen im Personalbereich oder einem gemeinsamen Betriebsleitsystem.

Foto: Quelle Jochen Linz/DSW21

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